Das Hortus-Netzwerk

Natur im Garten

 

 

 

 

 

 

 

Lilien-Arche Hortus Lilium Erlangen startete im UNESCO Jahr und der UN Dekade der Biodiversität. Sie leistet einen wichtigen Beitrag zum Erhalt der Vielfalt in unseren Gärten.     

 

Netzwerk Pflanzensammlungen tagte in Erlangen

Am 3. Juli 2015 tagte das NPS im Botanischen Garten Erlangen unter dem Motto Deutschlands Pflanzenkulturerbe. Im Anschluss daran wurde die Lilien-Arche Hortus Lilium von Dr. Burkhard Spellerberg (Deutsche Genbank Zierpflanzen), Karl Zwermann (Präsident Deutsche Gartenbau-Gesellschaft) und Dr. Florian Janik (Oberbürgermeister der Stadt Erlangen) mit einer Schildeinweihung für ihre Dienste zur Erhaltung und Förderung der Biologischen Vielfalt geehrt.

 

Bundesgartenschau Havelregion

Hortus Lilium stellt auf der BUGA 2015 Havelregion aus und pflanzt eine Spiegelung der wichtigsten Iris, Hemerocallis und Lilium in Rathenow auf. Nach der BUGA wurden sie entlang des Havelufer in Rathenow in eine Dauerpflanzung übernommen.

 

Hortus Netzwerk

Die Lilien-Arche schließt sich 2014 aus Überzeugung dem von Markus Gastl initiierten Hortus Netzwerk an und trägt nun auch den Namen Hortus Lilium.

 

Deutschen Genbank Zierpflanzen

Die Lilien-Arche wird 2013 unterstützender Partner der Deutschen Genbank Zierpflanzen und kann sich so noch intensiver in die Erhaltung wertvoller Zierpflanzen einbringen.

 

 

Netzwerk Pflanzensammlungen (NPS)

Das Netzwerk Pflanzensammlungen wurde am 26.02.2013 als offizielles Projekt der UN-Dekade Biologische Vielfalt von der  Geschäftsstelle der UN-Dekade ausgezeichnet. Diese Ehrung wird an Projekte vergeben, die sich in nachahmenswerter Weise für die Erhaltung der biologischen Vielfalt einsetzen. Als Netzwerkakteure der ersten Stunde waren wir mit dabei als Staatssekretär Peter Bleser in Berlin die Urkunden an unsere Projektleiterin Bettina de La Chevallerie überreichte. 

 

Terra Preta

Im Januar 2013 haben wir damit begonnen Terra-Preta in unserer Lilien-Arche wachsen zu lassen. Nachhaltigkeit ist auch für unsere Böden wichtig. Über den Fortgang und das wie, berichten wir fortlaufend auf unserer Facebook Seite.

 

Aktiv für den Erhalt unserer Pflanzenvielfalt

als Pflanzenliebhaber sind wir meistens auch leidenschaftliche Pflanzensammler. Früher oder später stehen wir vor einschneidenden Entscheidungen. Wie geht es weiter? Was kann ich behalten, was muss weichen? Oft fehlt  es an Arbeitskraft oder "nur" am Kleingeld um seine eigene Sammlung weiter zu führen. Manchmal hilft ein Nachbar, Verwandter oder Freund. Da es nicht immer so ist, haben wir uns zusammen getan und etwas ins Leben gerufen das wir "Netzwerk Pflanzensammlungen" nennen. Nun fanden wir uns am 10. und 11. November 2012 in der Bayerischen Gartenakademie in Veitshöchheim zusammen um ein Symposium zum Thema: "Pflanzensammlungen im Fokus der Öffentlichkeit" abzuhalten. Zur Zeit wird ein Tagungsband erstellt der dann über uns bestellt werden kann.

 

Netzwerk Pflanzensammlungen ( NPS )

Juni 2011, das "Netzwerk Pflanzensammlungen" ist von der Regierung anerkannt und genehmigt worden. Wir haben gemeinsam etwas erreicht und können nun die Arbeit offiziell aufnehmen. Die Lilien-Arche ist im Netzwerk aktiv eingebunden.

 

Lilien für die Bundesgartenschau 2011 in Koblenz

Im Frühjahr 2011 wurden tausende Lilien aus der Lilien-Arche im Dahlienbeet am Blumenhof, am Deutschen Eck und vor dem Schloss aufgepflanzt. Mit dabei unzählige Lilium tsingtauense aus dem ehem. deutschen Protektoriat in Tsingtau. 

 

Lilien für den ega-Park in Erfurt

Im Oktober 2010 wurden hunderte Lilien aus der Lilien-Arche Erlangen auf dem Lilienbeet im ega Park in Erfurt aufgepfanzt. Ein kleiner Spiegel der Lilien-Arche blüht somit ab 2011 auch in Erfurt.

 

Lilien für das Bundeskanzleramt
Am 22. September 2010 pflanzte die Lilien-Arche auf dem Gelände des Bundeskanzleramtes in Zusammenarbeit mit der DGG und BAPS Feuerlilien. Lilium bulbiferum ssp. croceum steht auf der roten Liste in Berlin und Brandenburg. Es wurden auch andere Stauden aus der roten Liste gepflanzt. Bundeskanzlerin Angela Merkel unterstützt damit die Arbeit der BAPS und die Lilien-Arche in Erlangen. Gäste und Besucher werden so auf die Wichtigkeit das pflanzliche Erbe in seiner Vielfalt zu erhalten hingewiesen.

 

Lilien-Arche Erlangen

April 2010, Aufpflanzung der neuen Lilien-Arche Quartiere (www.lilienarche.de/) in Erlangen. Beginn der aktiven Mitwirkung in der BAPS.

 

Bundes-Arbeitsgemeinschaft-Pflanzen-Sammlungen ( BAPS )

Im UNESCO Jahr der Biodiversität wurde im März 2010 unter dem Dach der Deutschen Gartenbau-Gesellschaft 1822 e.V. ein Beirat zum Informations- und Meinungsaustausch der Pflanzenliebhaber-Gesellschaften gegründet. Die gleichzeitig gebildete "Bundes Arbeits-Gemeinschaft-Pflanzen-Sammlungen" (BAPS) mit ihrem Forum (http://baps.rhodo.org/index.php) hat die Aufgabe übernommen, ein Netzwerk aufzubauen, das helfen soll, die Vielfalt der genetischen Ressourcen, die bei Pflanzensammlern gepflegt und bewahrt werden, dauerhaft zu sichern. Dabei spielt es keine Rolle, ob diese Sammlung privat, über eine Gesellschaft oder von professionellen Züchtern geführt wird.

 

Symposium Netzwerk Pflanzensammlungen

29./30. August 2009 , in Erfurt findet auf dem ega Gelände im Deutschen Gartenbau Museum ein Symposium "Netzwerk Pflanzensammlungen" statt. Herr Strasser ist als Referent eingeladen und unterstützt die Bestrebungen zur Erschaffung eines Netzwerkes das dem Erhalt von schützenswerten Pflanzensammlungen dient. 

 

Lilien-Arche Erlangen wird gegründet

Frühjahr 2009, in Erlangen im Ortsteil Kriegenbrunn in der Gustav-Adolf-Str.2 entsteht die Lilien-Arche Erlangen. Sie gliedert sich in drei Teilbereiche:

Lilien (Lilium) - Taglilien (Hemerocallis) - Schwertlilien (Iris) 

Gartenwürdige Lilien

Jedes Jahr werden von professionellen Lilienzuchtbetrieben neue Liliensorten gezüchtet. Eine ist schöner als die andere, aber sind sie auch für Hausgärten geeignet? Bedingt ja, doch viele der Neuzüchtungen wurden für den Schnittblumenmarkt gezüchtet und sind dem entsprechend ausgelesen worden. Für die Treibhauskultur von Schnittlilien ist es erforderlich das die Lilie vom legen der Zwiebel bis zum Schnitt nur 90 Tage benötigt. Die Blüten müssen aufrecht und in wenigen Fällen seitlich stehen. Es dürfen auch nicht zu viele Blüten sein und hängende Blüten will man überhaupt nicht. Dem entsprechend werden alle Lilien mit sehr vielen Knospen und hohem Wuchs, oder gar hängenden, türkenbundartigen Blüten kompostiert.  

 

Zur Zeit wird der Blumenmarkt von unzähligen Neuzüchtungen überschwemmt. Doch die Erfahrungen im Garten haben gezeigt das längst nicht jede Neue Lilie auch wirklich Garten würdig ist. Vielmehr sind sie ohne Gewächshaus und Pflanzenschutzmittel anfällig und für das Freiland nicht geeignet. Anders sind Züchtungen die bereits seit vielen Jahren und teils auch Jahrzehnten bestehen, wie der Schellenbaum von Carl Feldmeier, die außer Dünger nichts benötigen. Mit gut 2 m Höhe und bis zu 70 Blüten ein wahrer Schatz im Garten. Ebenso der Saarturm von Josef Klein und die Hainburg von Herrn Griesler oder die Heidelberg von Viktor Strasser.

 

Der Botanische Garten der Universität Erlangen-Nürnberg und die Stadt Erlangen haben zusammen bereits über 2000 Lilien von uns erhalten, die in den Gärten und Parks aufgepflanzt wurden. Mit den etwa 25000 Lilien in unserer Lilien-Arche, ist Erlangen zu einem Lilien-Mekka für Pflanzenfreunde aus aller Welt geworden. Immer mehr Lilienzüchter und Liliensammler schicken uns von ihren Liliensorten und Arten Brutzwiebel zu, wohl wissend das es jeden treffen kann und dann eine umfangreiche Sammlung, ja ein Lebenswerk verloren gehen könnte. Helfen Sie mit und unterstützen Sie uns bei der Suche nach alten Züchtungen und verschollenen Lilien, um sie einem breiten Publikum an einem zentralen Ort zeigen  und nach ihrer Vermehrung wieder verbreiten zu können.

Für Gartenbesitzer sind daher die Hobbylilienzüchter von Interesse, da diese nicht für den Erwerbsgartenbau züchten müssen und daher gerade die Lilien aus den Sämlingen auslesen, die besonders hoch wachsen, die meisten Blüten aufweisen und oft erst zum Ende des Sommers blühen. 
Nicht die kurze Kulturzeit steht im Vordergrund, sondern die Vielfältigkeit bei den Blühterminen. Lilien die erst im Ende Juli und August oder gar September blühen um die Blütezeit der Lilien im Garten zu verlängern. Lilien die 35, 40 oder mehr Knospen haben kann kein Florist gebrauchen.

Der Gartenbesitzer hingegen freut sich über Lilien im eigenen Garten die 3 bis 4 Wochen an einem Stängel blühen, der über Zweit- , Dritt-, oder Viertknospen verfügt. Diese sekundären Blüten öffnen sich wenn die Hauptblüte verblüht ist. Dadurch sind am untersten Blütenkranz wieder neue Blüten geöffnet während die Lilie sich immer weiter Oben im Aufbau öffnet. Öffnen sich die Zweitknospen im Mittleren Blütenaufbau, öffnen sich am untersten die Drittknospen. So geht das bis an den obersten Knospen die Zweitknospen und an den untersten die Fünftknospen Blühen. Dadurch erhält die Lilie von Anfang bis Ende ein ästhetisch ansprechendes Blütenbild.

Es kommen jedes Jahr neue Lilien in den Handel die es vorher so noch nicht gab. So werden Longiflorum Hybriden mit Asiatischen Hybriden gekreuzt und es entstehen die so genannten L / A Hybriden. Gleiches gilt für O / A und O / T Hybriden, von denen gerade letztere besonders gut für Hausgärten geeignet sind. Ist es bei dieser Vielzahl neuer Liliensorten überhaupt notwendig ältere Züchtungen zu bewahren? Mit Sicherheit ja, denn so schön viele der neuen auch sein mögen sie können doch den bewährten alten Sorten oft nicht das Wasser reichen und zeigen Ihre Schwächen gerade in Regenreichen Sommern oder nassen Wintern. Die Gartenwürdigkeit der alten Sorten betreffend ihrer Robustheit gegenüber Witterungseinflüssen und Krankheiten, ihrer Vermehrungsfreudigkeit und nicht zuletzt eleganten Schönheit sollte Grund genug sein um sie zu erhalten. 

Carl Feldmaier, Hubert Hörster, Albert Rech, Erich Schacht, Karl Kiel, Josef Klein, Andreas Winkler, Gerhard Steinbrück und Viktor Strasser das sind bekannte Namen großer Lilienzüchter deren Liste keinesfalls vollständig ist und sich um das vielfache erweitern ließe. Sie alle haben ein Ziel gehabt, gartenwürdige, schöne und gesunde Lilien für jeden Gartenboden und Standort zu Züchten. Und sie haben hervorragendes geleistet. Zusammen haben sie weit über eine Million Arbeitsstunden in ihrer Freizeit mit der Züchtung von schönen und gesunden Lilien verbracht. Sie haben Experimentiert und geforscht, Rückschläge erlebt, Erfahrungen ausgetauscht. Sie schrieben Berichte und manch einer sogar ein Buch. 

Sie haben hunderte neuer Liliensorten gezüchtet, vermehrt und an Lilienfreunde in die ganze Welt verschickt. Ihre Liliensammlungen waren berühmt und immer eine Reise wert. Die schönsten Ihrer Neuzüchtungen wurden auf internationalen Lilienausstellungen, Gartenausstellungen und Landesgartenschauen ausgestellt und die besten darunter erhielten Ehrungen und Preise. Die bekannte „Karl Foerster Medaille“ erhielt jedes Jahr nur die beste unter den besten. Doch wo sind sie geblieben? Die Preisträgerlilien, wo sind sie? Aber auch jene die nie zur rechten Zeit geblüht haben. Die frühen und späten Lilien die zum Ausstellungstermin einfach nicht blühten, aber jeden begeisterten. Wo sind all die wunderbaren und begehrten Lilienzüchtungen? Für immer verloren? Die ganze Arbeit über Jahrzehnte vergebens? 


Einige der großen Lilienzüchter sind bereits seit Jahrzehnten verstorben und mit ihnen starb oft auch das Wissen und das Erbe. Mühevoll gesammelte, wertvolle Lilienraritäten die für eine erfolgreiche Zucht unerlässlich sind werden oft mit der Planierraupe abgeräumt. Kunstvoll angelegte Sammlergärten werden Opfer von ahnungslosen Bautrupps. Seltene Lilien verschwinden für immer unter neuen Bauten, werden eingefräst oder einfach auf den Kompost geworfen. Mit ihnen verlieren wir wertvolle Gene und züchterische Arbeit die oft 20 Jahre und mehr in Anspruch genommen hat. 

Die Lilien-Arche in Erlangen trägt ihren Teil bei, das „Netzwerk zur Bewahrung von Pflanzensammlungen“ um eine liebenswerte Pflanzengruppe zu ergänzen. Sie steht jedem zur Besichtigung offen und hat es sich zum Ziel gemacht Lilien in Sorten und Arten der Nachwelt zu erhalten.